Ausbau Wachfuß

Sehr geehrter Bürgermeister Diethelm,

im Bauausschuss am 08.06.2026 wurde die aktuelle Planung erstmals vorgestellt. Der Beschluss zur Vorlage hatte das Ziel, die Maßnahme insgesamt weiterzuführen und schlussendlich umzusetzen. In der Sitzung tauchten aufgrund der Kurzfristigkeit der Planvorstellung etliche Fragen und Anmerkungen auf. Die Verwaltung betonte, der genaue Ausbaustand könne auch noch geändert werden.

Antrag
Hiermit beantragen wir, den Wachfuß-Ausbau ab Quenhorner Straße bis zum Ortseingang zu überarbeiten und der Politik zur Entscheidung vorzulegen. Insbesondere soll für den ersten Abschnitt ab Quenhorner Straße bis zur Einmündung Weißes Venn (Hausnummer 39) mit dem Grundstückseigentümer über einen möglichen Flächenkauf gesprochen werden, um eine Ausbaubreite zu erreichen, die allen Verkehrsteilnehmern eine gefahrlose Nutzung ermöglicht.

Zusätzlich sollen die Kosten für eine Oberflächen- und Banketten-Erneuerung für den Abschnitt ab der Einmündung bis zum Ortseingang (ca. 400 m) überschlägig ermittelt werden.

Begründung:
Der Abschnitt vom Ortseingang bis zur Quenhorner Straße ist ein viel befahrener Abschnitt, sowohl von Radfahrern als auch vom Kfz-Verkehr. Bei einer Breite von 3,5 m wird es immer wieder zu gefährlichen Situationen kommen. Die eingeplanten drei Ausweichbuchten werden bei Gegenverkehr eher zum „Sprint“ in ebendiese animieren und so zu weiteren Gefahrensituationen führen. Radfahrer dürfen außerhalb geschlossener Ortschaften nur mit 2 Meter Abstand überholt werden. Das ist bei einer Fahrbahnbreite von 3,5 m gar nicht möglich; es wird also zwangsläufig zu Überholmanövern mit weniger als einem Meter Abstand kommen. Beim Begegnungsverkehr müssten Autofahrer anhalten, bis sie von Radfahrern passiert worden sind. In der Praxis wird das ebenfalls kaum der Fall sein, so dass auch in diesem Fall mit einer Gefährdung von Radfahrern zu rechnen ist.
Dass ein zusätzlicher Grundstückskauf und eine breitere Fahrbahn zu weiteren Kosten führen, ist unbestritten. Allerdings sollten die Ausschussmitglieder diese kennen, um sich für oder gegen einen solchen Ausbau aussprechen zu können.
Der Abschnitt ab der Einmündung (Hausnummer 39) bis zum Ortseingang ist ebenfalls in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand. Im Zuge einer fest geplanten Straßensanierung sollten die Synergieeffekte durch gleichzeitige Planung und Baustelleneinrichtung genutzt werden, um diesen Abschnitt jetzt effizient zu sanieren. Da schwerer landwirtschaftlicher Verkehr auf diesem Abschnitt wenig zu erwarten ist, sollte hier aus Kostengründen die Maßnahme der reinen Oberflächenerneuerung (Kaltfräsverfahren) geprüft werden.

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