Auf Einladung des MdB Robin Wagener haben 6 Mitglieder des Grünen OVs Herzebrock-Clarholz vom 30. Juni bis 2. Juli an einer Reise nach Berlin teilgenommen, die leider von einigen Programmänderungen geprägt war.
Mit fast zwei Stunden Verspätung kam der ICE in Berlin an, so dass die geplante Besichtigung des Bundesnachrichtendienstes abgesagt werden musste. So begann der Aufenthalt in Berlin mit einer Stadtrundfahrt in einem Reisebus, der für alle Fahrten in Berlin mit einer Mitarbeiterin des Bundespresseamts zur Verfügung stand.
Der zweite Tag begann für die 45-köpfige Gruppe mit einer Stadtführung durch das Regierungsviertel mit interessanten Details zur Geschichte und Architektur. Obwohl Berlin von den Stadtführern als sehr grün beschrieben wurde, wird das Regierungsviertel sehr von Beton großen versiegelten Flächen dominiert. Gut, dass die Reise nicht eine Woche vorher bei der Hitze stattgefunden hat.
Der Rundgang endete am Reichstagsgebäude, dessen Besichtigung folgte. Da keine Sitzungswoche war, gab es einen Vortrag im Plenarsaal zum Ablauf des politischen Geschehens. Es wurde auch erklärt, weshalb der Plenarsaal bei Bundestagsdebatten häufig so leer aussieht, was in der Öffentlichkeit gerne kritisiert wird. Der Grund ist nicht, dass die Abgeordneten „blau“ machen, sondern parallel in Ausschüssen und Fraktionen
arbeiten, um sich auf die für sie relevanten Themen und Tagesordnungspunkte in den Plenarsitzungen vorzubereiten. Somit sitzen überwiegend nur die jeweiligen Fachleute im Plenarsaal.


Das anschließende Gespräch mit Robin Wagener war für ihn ein Novum. Robin musste zu einem Termin bei der Bundeswehr in Warendorf und konnte nur per Video in einen Besprechungsraum im Reichstagsgebäude zugeschaltet werden. Am Vortag war er noch mit Greenpeace auf der Ostsee, um sich persönlich ein
Bild von der russische Schattenflotte zu machen –> zu Instagram.
So bekam man schnell einen Eindruck, wie vielfältig die Arbeit eines Bundestagsabgeordneten ist. Nach einem interessanten Gespräch und vielen Fragen ging es noch auf die Dachterrasse. Die Kuppel war leider wegen Reinigungsarbeiten geschlossen.
Am Nachmittag stand eigentlich eine Besichtigung des Bundeskanzleramts auf dem Plan, die seitens des Bundeskanzleramts kurzfristig abgesagt wurde, vermutlich wegen der Verhandlung des Reformpakets, die dort stattfand. Stattdessen wurde das Futurium besichtigt. Vor der Abreise am dritten Tag gab es noch ein Informationsgespräch im Bundesministerium des Inneren. Auch wenn in dem neuen Gebäude in erster
Linie Mitarbeiter von verteilten Standorten zusammengezogen wurden, so blieb doch der Eindruck hängen, dass es immer mehr Regierungsgebäude und -mitarbeiter werden.
Trotz einiger Hindernisse war die Fahrt für alle Teilnehmer sehr informativ. Übrigens kann jede(r) Bundestagsabgeordnete dreimal im Jahr eine Gruppe von 50 Personen zu so einer Reise einladen.
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