Sehr geehrter Bürgermeister Diethelm,
Hiermit stellen wir o.g. Antrag mit folgendem Beschlussvorschlag:
Antrag
Die Verwaltung sowie die Gemeindewerke werden beauftragt, im Zuge der anstehenden Erneuerung der Debusstraße – gefördert über das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) – eine technische und wirtschaftliche Prüfung für den Einbau unterirdischer Rückhaltesysteme als Maßnahme zur aktiven Klimafolgenanpassung durchzuführen.
Die Prüfung soll technologieoffen erfolgen und insbesondere folgende Optionen sowie deren Kosten-Nutzen-Verhältnis untersuchen:
1. Den Einbau von überdimensionierten Rohren (Stauraumkanälen) mit gedrosseltem Abfluss.
2. Die Integration unterirdischer Rohrspeicheranlagen, Retentionstanks oder abgedichteter Blockrigolensysteme.
Das Ergebnis der Prüfung und die Gegenüberstellung der voraussichtlichen Kosten sind dem Ausschuss vor der finalen Ausführungsplanung vorzulegen. Hierbei ist auch zu prüfen, inwieweit ergänzende Fördermittel des Bundes oder des Landes für Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung mit der ISEK-Förderung kombiniert werden können.
Begründung:
Die im Zuge der ISEK-Förderung zu erneuernde Debusstraße bietet eine einmalige, synergetische Gelegenheit, die Infrastruktur unseres Ortes zukunftsfähig und resilient aufzustellen. Vor dem Hintergrund des spürbaren Klimawandels gewinnt die Klimafolgenanpassung – insbesondere der Schutz vor häufigeren und intensiveren Starkregenereignissen – eine existenzielle Bedeutung für die kommunale Planung. Laut Auskunft der Gemeindewerke in der letzten Zeit bei diversen Bauprojekten agieren die Regenwasserkanäle im Ortskern bereits heute an ihrer Kapazitätsgrenze.
Da der anstehende Bodentyp im Projektgebiet laut ingenieurtechnischen Erkenntnissen kaum natürliche Versickerung zulässt, steht hier die reine Rückhaltung (Retention) im Vordergrund. Wenn die Debusstraße für die ohnehin geplante Erneuerung vollständig geöffnet wird, sind die Tiefbau-Fixkosten bereits gedeckt. Der zeitgleiche Einbau unterirdischer Pufferspeicher ist zu diesem Zeitpunkt volkswirtschaftlich und bautechnisch um ein Vielfaches günstiger, als das Kanalnetz zu einem späteren Zeitpunkt separat und unter erneutem Aufreißen der Straße erweitern zu müssen.
Ein technologieoffener Variantenvergleich stellt sicher, dass die für die Gemeinde wirtschaftlichste und statisch sicherste Lösung unter der Verkehrsfläche gefunden wird. Durch den Einsatz solcher Systeme wird das bestehende Kanalnetz bei Starkregen temporär entlastet, das Überflutungsrisiko für die Anwohner im gesamten Einzugsgebiet effektiv minimiert und ein messbarer Beitrag zur lokalen Klimafolgenanpassung geleistet. Moderne ISEK-Förderprogramme und flankierende Förderlinien von Bund und Ländern unterstützen ausdrücklich Maßnahmen, die den öffentlichen Raum widerstandsfähiger gegen Klimafolgen machen, was die wirtschaftliche Attraktivität dieses Ansatzes für unsere Gemeinde zusätzlich erhöht.
Status:
Wir haben den Antrag zurückgezogen, da Herr Schröder (Gemeindewerke) versichert hat, dass die Kapazitäten des Kanalsystems in diesem Bereich absolut ausreichend sind.
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